Mittwoch, 29. März 2017

Sieben Wochen!

Wie die Zeit vergeht. Ehe man sich versieht sind die ersten sieben Wochen von sechs Monaten schon um. Die Zeit rast. Heute will ich hier ein kleines Update geben, was ich in den letzten Wochen erlebt habe und wieder einige Bilder zeigen.

Seit dem letzten Blog Eintrag sind schon wieder einige Wochen vergangen. Seitdem wohne ich in meiner eigenen kleinen Wohnung, bin zweimal mit dem Motorrad gestürzt, habe Schnecken und Wachteln gegessen und noch viel mehr als all das, habe ich in der Gemeinde hier gelernt.

Mittlerweile habe ich einen guten Einblick gewonnen, wie sich eine Gemeinde mit drei Standorten, drei Pastoren und zig Nationalitäten organisiert. Das funktioniert nur mit sehr engagierten Hauptamtlichen die den Überblick bewahren und guter planung.
Ich selbst organisiere seit einigen Wochen die Musik in einem der Gottesdienste. Außerdem besuche ich einen großen Teil der Gemeindeveranstaltungen und Leitungskreise, arbeite in einem der Gottesdienste und in der Jugendarbeit mit. Langweilig wird das Praktikum auf jeden Fall nicht. In der zweiten Hälfte des Praktikums werde ich dann auch regelmäßig predigen.

Ein wenig seltsam ist dabei, dass ich bisher kaum Vietnamesisch gelernt habe. Die Gemeindeveranstaltungen sind alle für internationale Besucher, so dass alles auf Englisch funktioniert. Ich habe also im Alltag nicht wirklich Kontakt zur Sprache und Kultur des Landes.
Noch seltsamer ist es mit Deutschen zu sprechen. Gestern wollte ich mit jemandem Deutsch reden und musste feststellen das mir meine Muttersprache etwas unbeholfen über die Lippen  geht. Im Nachhinein wurde mir klar: ich denke zwar Deutsch, aber habe seit über zwei Wochen nur noch Englisch gesprochen. Ein komisches Gefühl.

So viel fürs erste. Es folgen ein paar neue Bilder.



Allerlei Schnecken

Durchsagen durch solche Lautsprecher erinnern mich immer an Endzeit Filme

Das Opernhaus von Hanoi.

Hier esse ich ca drei mal die Woche


Nudelsuppe ist klasse! (Mit Schnecken)

Oft bin ich mir nicht sicher wie viele Spuren eine Straße hat


Ein älteres Bild der Altstadt Gemeinde


Der Verkehr in dieser Gasse...

Ich frage mich ob hier jemand wohnt...
Das grüne Gebäude im Hintergrund links ist das Hotel in dem auch Gottesdienste stattfinden.





Mittwoch, 8. März 2017

Drei Wochen in Bildern

Der Ausblick vom Büro aus


Ho Chi Minh Mausoleum



In der Altstadt

Hotpot. Viele verschiedene Zutaten in heiße Brühe

Aus der kommenden Rubrik: Dinge auf dem Moped transportiert

Samstagabend in der Altstadt




Bun Cha. Gebratenes Fleisch in einer Brühe. Die Nudeln und das Gemüse werden dazu getan und dann gegessen. Chilli nur in kleinen Mengen!

Wenn dein Grundstück klein ist...

Eine kleine Gasse

Ziemlich typische Häuser



Koreanisches Eis: Geraspeltes Milcheis mit Vanille Eis

Sonnenuntergang vor dem Bürogebäude

Ein typischer Tisch für Essen an der Strasse. Gewürze, Löffel Stäbchen.

Das erste mal Hund

In meiner neuen Nachbarschaft

Keine Ahnung wie das heißt. Suppe mit Nudeln, Rindfleisch, frittiertem Fisch, Fischpaste, Tofu und Kräutern. Großartig


Mittwoch, 1. März 2017

Der Verkehr bisher

Woche Zwei in Vietnam und die erste Woche auf dem eigenen Roller ist schon rum. Die Zeit vergeht schnell und die Lernkurve geht steil nach oben. Situationen im Strassenverkehr die mich am ersten Tag viele Nerven gekostet haben sind jetzt schon alltäglicher. Beispielsweise diese wunderschöne Passage auf dem Weg zum Büro.


Aber ich will am Anfang beginnen. Letzte Woche Dienstag wachte ich nach wenigen Stunden Schlaf auf. Mein Kopf hatte die ganze Nacht von einer Nebenhöhlenentzündung geschmerzt ohne Ende. Da ich aber heute den Roller abholen sollte blieb mir nichts anderes übrig als mich auf den Weg zu machen. Zusammen mit Ryan, dem Jugendpastor hier, fand ich tatsächlich den Ort und die Maschine. Erste Fahrversuche und dann auf in den Verkehr. Große Freude.
Tatsächlich habe ich es noch am selben Tag geschafft alleine ohne Ortskenntnis nur mit einem schlechten Smartphone den Weg zum Doktor zu finden. Klatschnass vom Schweiß der Angst aber auch mit dem Gefühl etwas geleistet zu haben kam ich dort an. Mittlerweile bin ich die Strecke noch einmal ohne irgendwelche Probleme gefahren und bin auch sonst eine Menge unterwegs. Hilfreich war die erste Woche auf dem Rücksitz eines erfahrenen Fahrers um einen Eindruck vom Verkehr zu bekommen.


Was ich bisher gelernt habe:

  1. Alle fahren falsch. In Deutschland gibt es im Verkehr immer eine Person die Recht hat und eine die einen Fehler macht. Hier weicht das ganze etwas auf. Niemand fährt richtig. Das heisst jeder fährt wie er will und passt dabei auf, dass er niemanden umfährt. Gewöhnungsbedürftig aber effizient.
  2. Ich weiss jetzt, dass auf eine kleine Strasse ein Motorrad, ein Laster und noch ein Motorrad nebeneinander passen...
  3. Ampeln sind hier mehr sowas wie eine Richtlinie. Man kann stoppen wenn rot ist. Scheint die meisten aber eher nicht zu interessieren. 
  4. Rechts abbiegen geht eigentlich immer.
  5. Ein guter Tipp ist es, erstmal ein paar Vietnamesen vorfahren zu lassen und dann hinterher zu fahren.
  6. Go with the flow
  7. Hupen ist nichts negatives. Man braucht sich nicht angegriffen fühlen. Es geht eher darum auf sich aufmerksam zu machen. Mit drei Motorrädern auf einer Spur ist es hilfreich wenn jemand der vorbeizieht erstmal hupt.
  8. Es gibt nichts zwischen harten Rasern und sehr langsam fahrenden Menschen.
  9. Hier gibt es definitiv zu viele SUV's für den Verkehr
Die Liste bleibt zu ergänzen. Ich fühle mich auf jeden Fall ziemlich sicher und wohl in diesem Wirrwarr. Ich versuche einfach Gefahren aus dem Weg zu gehen und nicht zu schnell zu fahren.

Bis demnächst,
Mattes


PS: Die Videos sind auf dem Rücksitz eines Rollers entstanden. NICHT während ich gefahren bin.